Zum Jahresabschluss trafen sich die Europäischen Föderalisten aus Heilbronn zu einem kleinen Umtrunk auf dem Weihnachtsmarkt in Heilbronn. Den Abend bestimmten dann aber doch die jüngste Entscheidung des Gerichtshofes der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich eine Möglichkeit zur Umkehr anzubieten, und die Tatsache, dass das britische Parlament nicht mehr in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen. Die politische Inkompetenz hat wohl im Vereinigten Königreich, einer der ältesten Demokratien überhaupt, ihren Zenit erreicht.

 

Obwohl die Heilbronner Föderalisten anfangs mehrheitlich einen möglichen britischen Rückzug vom Rücktritt begrüßten, erachten sie die Chancen dazu dennoch für sehr gering. Auch könnte dieser Schritt die Totalitaristen, und dies nicht nur im Vereinigten Königreich, weiter stärken. Heinrich Kümmerle, der Kreisvorsitzende der Europa-Union Heilbronn, merkte dazu an, „dass menschlich und fachlich inkompetente Politiker für jede Demokratie gefährlicher sind als der dümmste Totalitarist; wobei die beiden letzten britischen Regierungen das Vereinigte Königreich voll und ganz an die Wand gefahren haben.“ Wirklich schlimm dabei ist aber, so Kümmerle, dass keiner der dafür Verantwortlichen je zur Rechenschaft gezogen wird und letztendlich alleine die Bürger zur Kasse treten müssen. 

Man war sich dann aber, nach einer langen Diskussion, darin einig, dass es wohl für alle Seiten besser ist, wenn die EU wenigstens ein paar Polit-Kasper mit ihrer Wählerschaft los wird, und die Menschen im Vereinigten Königreich vielleicht in ein paar Jahren tatsächlich fit und bereit werden, um in und mit einem europäischen Bundesstaat leben zu können. 

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